Statt Freude über das Elternglück folgen Ängste um das Baby. Anstelle von Harmonie setzen Unruhe und Stress ein. Das unentwegte Schreien des Babys bringt Eltern an ihre physischen und psychischen Grenzen. Gedanken wie: „Warum lehnt unser Baby uns ab?“ Oder „ Warum bekommen wir unser Kind nicht ruhig?“ Eltern fühlen sich meist hilflos, dieser unbekannter Situation ausgesetzt.

Unter Umständen kann es durch diese Überforderung aggressive Reaktionen u.o. depressive Stimmungen in Bezug auf das Kind hervorrufen.

 

Charakteristisch für ein "Schreibaby":

 

• Untröstliches Schreien,

→ mindestens 3 Stunden täglich an 3 oder mehr Tagen in der Woche,

• Chronische Unruhe

→ motorisch vermehrt aktiv, wenige Ruhephasen

• Still-/Essprobleme

→ erschwerte Aufnahme der Nahrung

• Ein- u.o. Durchschlafstörungen

→ mindestens 3 Wochen oder länger

 

Wenn sie o.a. Merkmale bei ihrem Baby feststellen oder sich nicht sicher sind kann die Unterstützung eines Therapeuten helfen!

Nur selten ist die Ursache mangelnde Fürsorge und Wärme seitens der Eltern, eher ist der Grund für das Schreien in der neuen Lebenssituation des Kindes zu suchen, trotzdem das Kind medizinisch völlig gesund ist.

Auch kann die Ursache in einer Unsicherheit der Eltern zu finden sein, die Signale des Kindes richtig zu interpretieren und dementsprechend zu Agieren, was des Weiteren Probleme im täglichen Zusammenleben hervor rufen könnte. Durch das permanente Schreien entsteht ein fast ständiger Kreislauf von Gefordert sein und Antipathie wodurch ein positiver Umgang mit dem Kind erschwert oder gar unmöglich gemacht wird.

Da die Eltern gerade in den ersten Lebensmonaten einen besonders intensiven Einfluss auf die zukünftige Gefühlswelt ihres Kindes haben, ist es wichtig diesen ungünstigen Kreislauf schnellstmöglich durch gezielte Hilfestellung für Eltern und Kind zu unterbrechen.

Eine vertrauensvollen, harmonische u. feste Eltern- Kind- Beziehung ist für ihr Kind außerordentlich wichtig, um in den Bereichen Motorik, Sprache und Wahrnehmung ein positives Lernergebnis auf diesen Ebenen erreichen zu können.

 

Diagnose/Therapie:

 

Die Diagnostik der Störung erfolgt in Kooperation mit dem behandelnden Arzt.

Mit Hilfe von Videoaufnahmen verschiedener alltäglicher Situationen, z.B. Wickeln, Füttern, Spielen, Kontaktaufnahme und Körperkontakt- “Kuscheln”, innerhalb der Familie mit Ihrem Baby werden günstige u./o. ungünstige Verhaltensmuster, sowie Schwierigkeiten seitens Ihres Kindes, mit Ihnen anhand der Videoauswertung intensiv analysiert u. der daraus ergebende Therapieaufbau erarbeitet.

Durch intensive Mitarbeit beider Elternteile können ungünstige Situationen und belastende Vorgänge sofort am Video erkannt und positiv beeinflusst werden. Dies ermöglicht es, ein Trainingsprogramm für die Eltern zu finden welches gut in das alltägliche Miteinander passt und ungünstige Situationen schnellstens auflöst oder sogar vermeiden hilft. Die Eltern-Kind-Beziehung gelangt zu einem ausgeglichenen Verhältnis und wird präventiv auf zukünftige Probleme vorbereitet

 

Gerne stehen ich Ihnen bei Fragen persönlich zur Verfügung.

 

Ihre Grit Morgenroth

KIT- Ergotherapeutin